5. Woche

Am Montag waren wir wieder bereit voll in den Februar zu starten. Nach dem Trolley konnte ich endlich meine Brille reparieren lassen. Mir war ein Glas raus gefallen und als ich bei Guido einen Miniaturschraubendreher besorgt hatte, hab ich noch die Schraube verloren. Naja, jedenfalls hat der Optiker in der Mall freundlicherweise eine neue Schraube eingesetzt. Also, falls ihr mal in der Nähe seit und einen Optiker braucht :) Danach sind wir noch ein paar Adressen abgefahren, waren aber leider nicht erfolgreich. Abends war ich eine Runde joggen … keine gute Idee. Leider laufen hier viel zu viele Hunde frei rum, sodass ich alle 5 Minuten einen anderen Hund an den Beinen hatte. So macht das keinen Spaß :(

Dienstag wurde zu einem unvergesslichen Diens(t)tag. Es ging als fanta4 nach Grecia. Der erste Besuch war ein Ehepaar: Ute und Uwe1. Auf der Suche nach der Adresse landeten wir bei einem falschen Haus. Der Amerikaner aus Alaska erklärte uns freundlich, dass wir noch weiter den Berg hoch müssen. Dann käme ein rießen Tor, aber wenn Sie uns kennen und wir angekündigt wären, wäre das alles kein Problem 😉 “Chucky” schaffte kaum die steile Bergstrasse. Es kam ein Warnschild “privat Strasse” mit Warnung vor großen Hunden. Und dann waren wir am Tor. Links war die Klingel und in zehn Metern war das Tor. Durch die Steigung konnte man nur das Tor und den Himmel sehen. Durch den Anblick waren wir schon schwer beeindruckt und wir wussten garnicht was wir jetzt machen sollten. Also, klingelte ich einfach aus dem Autofenster. Auf ein freundliches “Hallo!” sagte ich etwas unkoordiniert: “Ja, hallo! Hier ist Sebastian und es sind noch drei Mädels bei mir und wir wollten dich einfach mal besuchen.” Was ja auch irgendwie stimmte. Die freundliche Frauenstimme auf der anderen Seite war ganz außer sich und sagte:”Ja, Mensch! Da freu mich aber! Ich hab nur kurz Zeit, aber ne halbe Stunde geht.” Darauf öffnete sich das beeindruckende Tor. Wir fuhren die steile Auffahrt hoch und kamen oben auf einen kleinen Vorplatz umringt von Grün und Häusern. Ganz rechts das Haus des Gärtners, dann die riesige Garage und links ging es in die Villa. Die Mädels waren schwer beeindruckt und wollten garnicht aussteigen. Da kam mir Ute auch schon entgegen. Ich stieg aus und umarmte Sie einfach. Ute sagte, dass wir in Ihrer Nähe bleiben sollten, dann würden uns die Hunde nichts tun. Dann bat sie uns auf ein Getränk auf Ihre Veranda. Das Haus, die Poolanlage aber vor allem die Aussicht beeindruckte uns schwer. Wir haben uns kurz vorgestellt und führten noch ein nettes Gespräch. Nach 30 Minuten gingen wir dann auch wieder, wie versprochen. Auf dem Weg zur nächsten Adresse mussten wir erstmal diese Erfahrung verarbeiten. Mittags machten wir noch als Abwechslung Suchdienst in Grecia. Zum Mittagessen, saßen wir uns in einen schönen Park. Auf einer Plattform in der Mitte des Parks machten Jugendliche Streetdance Übungen und davor stand ein Trolley. Die dazugehörigen Brüder saßen im Schatten. Wir wurden herzlich begrüßt. Später kam noch ein Bruder vorbei, Ariell er sprach auch englisch und wir konnten uns sehr nett mit ihm unterhalten, während er unsere restlichen Nudeln aß 😀 Nach dem Mittag machten wir weiter mit Adressen. Als Abschluss kamen wir zu einem französischen Schweizer. In einer etwas abgelegenen Gasse steht seine Garage in der er lebt direkt an der Strasse. Als wir “klingelten” kam er mit nackten Oberkörper heraus, der von schwerer körperlicher Arbeit geformt war. Er selbst schien nicht mehr 20 zu sein. Wir leiteten uns ein und er reagierte sehr nett. Im Gespräch wollte er uns sein “Anwesen” zeigen. Wir ruften die anderen und gingen seitlich an der Garage berghoch. Auf einmal standen wir auf einer 3 Hektar großen Plattform, an deren Kante eine weiße Villa im Stil der 70er stand. Die Aussicht war atemberaubend. Er erklärte, dass er die Villa nach seinen Ideen mit eigenen Händen aufarbeitet. Dabei konnte man richtig seine Leidenschaft spüren. Insgesamt gehören ihm 6 Hektar, was man von der Strasse garnicht so sehen konnte. Wir konnten Ihm eine Zeitschrift da lassen und versprachen, wieder zukommen. Was für ein Tag!

Am Mittwoch machten wir Suchdienst. Als wir zu Guido nach hausen kamen, waren neue Bruder da die wir abends beim Abendessen kennenlernen durften. Patrik (ursprünglich auch aus Offenbach) und Marlin aus Kuba kamen aus der Bribri Gegend. Sie übernachteten bei Guido für eine Nacht, weil Sie am nächsten Morgen für einen Monat zurück nach Deutschland mussten. Patrik ist in einem ähnlichen Beruf tätig wie ich, nur als externer Mitarbeiter. Er arbeitet von Costa Rica aus und kann so als Pionier die Bribri Gruppe unterstützen, die gerade im Februar JW Broadcasting erwähnt wurde. Das brachte mich schon sehr zum Nachdenken…

Samstag morgens haben wir wieder Suchdienst und Adressen gemacht. Zum auftanken gab es wieder den genialen Pina Colada. Abends hatte Guido einige Brüder aus der Versammlung eingeladen. Ein Ältester machte den DJ und es wurde Salsa getanzt. Es gab auch Karaoke. Draußen ging es bei Rommikub etwas gemütlicher zu. Es gab jede Menge Fleisch und gute Laune.

Sonntag war nur chillen angesagt.

 

1 Namen wurden geändert.

04woche

04. Woche

Montag waren wir wieder im Trolley-Dienst und Dienstag haben wir ein paar Adressen besucht und Suchdienst gemacht. Abends war Versammlung, da die spanische Versammlung Dienstwoche hatte.

Am Mittwoch war es endlich soweit. Unser erster Ausflug zum Strand. Da in der Nähe überwiegend schwarze Strände sind suchte ich am Abend extra einen weißen Strand raus. Nachdem wir ausgeschlafen hatten, ging es los. Erster Halt unseres Trips war eine Brücke bei Tarcoles. Unter der Brücke liegen Krokodile auf einer Sandbank und ruhen sich aus. Alle halten hier auf der Straße an, die hier den Charakter einer Bundesstrasse hat. Man sollte sich die Krokodile nur von oben ansehen. Es ist ausdrücklich verboten, runter zum Fluss zu gehen. Sie bewegen sich zwar sehr langsam und wirken träge, dass kann sich jedoch schlagartig ändern 😀
PS: Die Brücke wird auch die “Schwiegermutter Brücke” genannt … warum nur 😀

Zum Baden ging es weiter an den Playa Mantes. Kein besonders spektakulärer Strand, aber es war einfach mal schön abzuschalten. Zum Abschluss ging es noch zum La Fiesta del Maiz, einem typischen Tico Restaurant und sehr beliebt, bei den Einheimischen. Das Essen ist eher einfach(Ticos lieben Ihren Reis mit Bohnen), aber der frisch gepresste Orangensaft ist sehr lecker. Abends ging es dann noch Fußball spielen. Leider habe ich keine Sportklamotten mit, aber ich gab mein bestes in normalen Schuhen. Aber es war beeindruckend die Brüder beim Spielen zu beobachten. Sie spielen sehr athletisch und jeder Fernschuss sitzt. Ein Bruder nahm den Ball schon spektakulär im Laufen an und krönte das Ganze noch mit einem fantastischen Fallrückzieher. Ich brauch nicht zu sagen, dass der Ball natürlich drin war. Da könnte man einfach nur zugucken 😉

Donnerstag waren wir beim Treffpunkt und anschließend haben wir ein paar Adressen besucht. Besser gesagt, gesucht denn es war garnicht so einfach die Adressen wieder zu finden. Aber wir haben ein paar tolle Gespräche geführt und sollen wieder kommen 😀

Da es gegen Monatsende ist, habe ich mir Freitag frei genommen. Die anderen sind in den Dienst und konnten miterleben, wie ein Schwein eingefangen wird. Naja, wer zuhause bleibt, verpasst was 😀 Nachmittags sind wir dann einkaufen gefahren: Markt, MaxiPali (günstiger Markt der alles hat) und dann den Rest bei Walmart besorgen.

Samstag sind wir mit drei Autos nach Zarcero die Strasse hoch um dort eine spanische Versammlung zu unterstützen. Wir trafen uns alle im letzen Supermarkt. Ab da ging es zum Gebiet über den Wolken :) Als die Wolken weg waren, schien die Sonne so heftig, dass sich selbst der eine oder andere Tico einen Sonnenbrand geholt hat. Dort war es unheimlich schön. Eine Mischung aus Schweizer Landschaft und Monteverde. Abends haben wir dann einige aus der deutschen Gruppe eingeladen zu einem internationalen Abend. Stephi hat philipinisch gekocht, Yasemin hat Döner gemacht mit selbst gemachten Brot und Rotkraut und ich habe Zwiebelkuchen und Caipirinhas gemacht. Guido und Maria kamen auch und es war alles sehr lecker und ein wirklich schöner Abend.

Am Sonntag ging die Dienstwoche zuende und wir haben schön gechillt. Abends war dann Taco Time und wir gingen diesmal mit Guide und Maria zu einem örtlichen Imbiss, der superlecker und super günstig ist. Danach kam noch aus einem Scherz: “Auf Guido, wir fahren zum Strand” die Planung für einen Trip an die Westküste auf, der aber wahrscheinlich in zwei Wochen stattfindet und mehrere Tage dauern wird. Lektion, mach keine Scherze mit Ticos 😀

18

03. Woche

Montag war wieder Trolley Dienst an der Mall. In der Pause haben wir in einer Zoohandlung Hundefotos gemacht :)


Dienstag war chillen angesagt.

Mittwoch hatten wir Wasserausfall und konnten erst abends in den Dienst. Wir sind nach Athenas zum Suchdienst gefahren.

Am Donnerstag war Treffpunkt und danach ging es ins Suchgebiet über den Dächern von San Jose. Es war fast ein wenig kühl. Abends hatte Guide noch die Bibellesung und sogar seine Frau kam mit.

Freitag ging es nach dem Trolleydienst noch auf den Markt. Abends waren wir bei Grace und Andy zum Essen eingeladen.

Am Samstag war wieder Treffpunkt. Wir waren zu viert im Auto und haben Adressen abgefahren, als ich auf einmal bei offenem Fenster deutsche Stimmen vernahm. Es war ein Vater mit seinem Sohn. Wir drehten und ich stieg mit Jana aus, aber leider waren die Beiden schon an uns vorbeigegangen. Ticos kann man auch von hinten ansprechen, aber bei Deutschen sollte man das lassen. Würde ich ja auch nicht mögen. Also, stiegen wir etwas traurig wieder ein. Aber Grace sagte, dass Jehova möchte, dass wir mit dem Mann reden. Also, fuhr Andy weiter vor die Deutschen und ließ uns an einer Ecke raus. Jana und ich gingen noch kurz in eine Häuserbucht um kurz zu beten, das Vater und Sohn das ganze Hickhack nicht mitbekommen haben und das Jehova es segnen soll. Naja, also schlenderten wir auf die beiden zu. Ich sagte auf spanisch zu Ihnen, das wir nach deutschen suchen. Darauf antwortete der Sohn, das er Deutsch spreche. Wir haben uns sehr nett unterhalten über Costa Rica und die Welt und er erzählte, dass er in der Botschaft arbeite. Zum Abschied gab ich dem Vater noch ein Familien Traktat. Zurück im Auto erzählten wir Andy und Grace alles und sie fragten nach dem Namen. Das ist hier sozusagen die Eintrittskarte. Aber vor lauter Aufregung habe ich das total vergessen. So war ich total freudig, dass ich mich getraut habe, aber auch gleichzeitig etwas geknickt. Abends fiel mir die Begebenheit wieder ein, sodass ich auf die Homepage der Botschaft ging und siehe da, nach etwas suche fand ich ihn. Es war der Botschafter selbst. Hätte ich auch die gedacht, dass ich mal “Statthaltern” (Matt. 10:18) Zeugnis gebe 😀

Zum Abschluss der Woche ging es am Sonntag ins Las Delicias del Maíz. Dort gibt als Spezialität Pina Colada. Hört sich erstmal normal an, jedoch wird der Cocktail in einer kühlen ausgehölten Ananas serviert. Mhhh … lecker! Und das Essen schmeckt auch sehr gut. :)

Handy wieder heile

Als wir aus Monteverde wiederkamen, war das Handy dann alle. Ich nahm es mit zum Trolley um in der Mall mal zu einem Handyladen zu gehen. Er lad das Handy kurz, und auf einmal ging das Display wieder. Cool!

08

Woche 2: Ausflug nach Monteverde

Montag waren wir wieder im Trolleydienst mit Myrna. Bevor wir überhaupt den Trolley aufgebaut hatten, haben wir schon 5 Brüder getroffen. Ein Bruder war beruflich in CR, er kam aus den USA. 3 Schwestern und ein Bruder waren aus UK zum Urlaub da. Sehr ermunternd 😀

Dienstag sind wir dann nach Monteverde gefahren. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, weil die zweite Hälfte der Strecke geht es bergauf in den Wald. Erst seit kurzem sind die ersten 30km geteert. Aber die letzten 18km sind immer noch unbefestigte Schotterpiste. Unser “Jaguar” in britisch racing Green (ich nenne ihn liebevoll “Chucky” – Chuck Norris immer bereit für neue Abenteuer 😀 ) hat leider keinen Allradantrieb und so malte ich mir so einiges aus, wenn man in Foren von Flußdurchfahrten u.ä. ließt.

Auf der Autopista 1 ging es locker flockig Richtu

ng Monteverde, wobei einem schon mulmig wird, wie die LKWs hier die Berge runter rasen. Dann kam die Abfahrt Richtung Monteverde. Alles gut beschildert. Die ersten geteerten KM waren lustig. Es ging steil bergauf und bergab, aber dass kennen wir inzwischen. Dann aber kam sie, die gefürchtete Schotterpiste. Wir kamen mit maximal 20km/h vorwärts, sodass das Tempolimit auf 40km/h für uns irgendwie keinen Sinn machte – erst als das erste SUV an uns vorbei raste. Für die letzten Kilometer brauchten wir eine gefühlte Ewigkeit, bis wir endlich ankamen. Wir trafen uns mit Julia (wie “Chulia” gesprochen) unserer Gastgeberin am Treehouse in Santa Elena. Julia und Yasemin hatten sich in Berlin kurz kennengelernt und sie war gleich eingeladen worden … unser Glück! Julia war mit Ihrer Nichte gekommen, Arianna. Sie brachten uns in das Hotel El Atardecer, das Rosita einer lieben Schwester gehört. Die Mädels bekamen ein Dreibettzimmer und ich bekam ein Einzelzimmer für einen fairen Preis. Dann wurden wir zwei irischen Brüdern vorgestellt die bei den Mädels um die Ecke ein Zimmer hatten. Erst verstanden wir, dass es holländische Brüder waren aber Kevin und John klärten uns schnell auf. Kevin ist erst seit 12 Jahren in der Wahrheit, war aber schon viel als International Volunteer in Afrika unterwegs. Ein sehr demütiger Mann der viel zu erzählen hatte. Wir gingen mit den Zwei wieder ins Treehouse, das seinem Namen alle Ehre macht. Denn es ist um einen alten Feigenbaum herum gebaut. Tolle Idee, aber in Deutschland sicher nicht umsetzbar. An den Preisen merkte man allerdings schnell, dass es sehr auf Touris abzielt. Wir aßen nur eine Kleinigkeit, den später waren wir noch zum Essen eingeladen.

Abends ging es dann zu Julia. Ihre Finca liegt etwas außerhalb und die Anfahrt war noch etwas abenteuerlich. Sie begrüßte uns mit selbst gemachten Sangria und wir gingen auf eine Anhöhe, um den Sonnenuntergang zu bewundern. Während der Sonnenuntergang langsam einsetzte kamen wieder die Sittiche um nach Schlafplätzen zu gucken und auch zwei Tucane gaben sich die Ehre. Wenn Tucane fliegen, sieht das schon sehr witzig aus. Der Vogel besteht ja zu 1/3 nur aus Schnabel, und da der Körper schwarz ist, sah man manchmal nur einen fliegenden Schnabel :p

Dann lernten wir Julias Mann Hartmut und den Rest der Familie kennen. Ihre Schwester Carolina mit ihrem Mann Eliasa. Die beiden sprechen kein Englisch und Adrianna nur ein bisschen. Es war ein lustiges Gespräch, mit bisschen Spanisch, Englisch, Deutsch und Händen und Füßen. Wenn mal “bedrückendes Schweigen” aufkam hieß es: “Oh, guck mal der Mond!” was im laufe des Abends zum Running Gack wurde.

Zu Essen gab es typisch Costa Ricanisch: Bohnen mit Reis, Kochbananen, Omlett mit Erbsen, Fleisch 😀 uvm. Und zum Abschluss gab es noch einen 15 Jahre alten Rum von hier, alles sehr lecker! Zum Abschluss bewunderten wir noch den unendlichen Sternenhimmel. Julia erzählte, dass man vor der Straßenbeleuchtung in Santa Elena sogar noch mehr Sterne gesehen hat. Kaum zu glauben, da ich noch nie soviele gesehen habe. Witzig ist, das hier der Mond falsch rum ist. In Deutschland ist es ja eher ein “C”, aber hier ist es eher wie “∩” oder ein trauriger Smiley.

Mittwoch: Am nächsten Tag hatten wir Treffpunkt. Es waren mehr Gäste da, als Einheimische, weil Eliasa nur für uns den Treffpunkt gemacht hat. Dann ging es mit drei Ticos, zwei Iren und uns fünf deutschen ins Gebiet. Weil ich ja sooo gut spanisch spreche ^^ ging ich mit John, der nur englisch kann. Ich sagte meinen Standardspruch, dass wir deutsche suchen und als regalo (Geschenk) für ihre Hilfe bekamen sie dann ein Traktat. Wir fuhren mit dem Auto von Finca zu Finca. Bei der ersten Finca fand ich Fresas (Erdbeeren) mitten im Wald. Waren lecker.

Arianna brachte uns bei vor dem Haus stehen zu bleiben und “Buenas!” zu rufen. Beim nächsten Haus waren wieder John und ich dran. Arianna sagte uns, dass es dort zwei große Hunde gibt. Mit einem kurzen Stoßgebet gingen wir zum Haus. Erst blieben wir am Auto stehen um zu rufen. Nichts passierte. Etwas zögerlich gingen wir noch zwei Meter weiter. Ich sagte noch zu John:”Egal was passiert, nicht rennen! Einfach stehen bleiben.” Er stand hinter mir als ich nochmal rief. Und schon kamen zwei große Hunde auf uns zu gerannt und es war weder ein Zaun da um sie zu stoppen, noch ein Mensch weit und breit zu erblicken. John und ich erstarrten zu Salzsäulen, sodass die Hunde nicht so recht wussten, was sie jetzt machen sollten. Der Boxer rannte mit einem Meter Abstand um uns herum, während der weiße große Hund zwei Meter vor uns stand und die Zähne fletschte. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis ein kleiner Junge rauskam und sie zurück rufte. Ihr könnt euch nicht unsere Erleichterung vorstellen! Ich kam mir vor wie Daniel in der Löwengrube. Als die Hunde wieder drinnen waren, kam die Hausinhaberin und wir konnten uns nett mit ihr unterhalten. Sie ist aus Hawaii hergezogen und wohnt schon 11 Jahre in Monteverde mit Ihrer Familie. Sie sind Quäker und hatte aber schon das Traktat. Sie erzählte uns, dass die Hunde wahrscheinlich mehr Angst vor uns hatten, als wir vor Ihnen. Besonders der große weiße Hund, denn sie sei erst ein Jahr alt. Kaum zu glauben.

Nach dem schönen Dienst, ging es dann noch zu einer Kolibri Gallery. Dort lockt man sie mit einer Zuckerlösung an und sie fliegen wirklich ganz dicht an einem vorbei und lassen sich beim Trinken nicht beirren.

Nach einem leckeren Mittagessen, gerade gegenüber vom Hotel fuhren wir dann in einen Park bei dem man über Brücken durch den Nebelwald laufen kann. Die Fauna war schon sehr beeindruckend, zu sehen wieviele Pflanzen nochmal auf den Bäumen selbst wachsen. Mose, Lianen und Orchideen. Auch diese Pflanzen, die bei uns auf einem Stein verkauft werden (Tillansien) wachsen hier an den Stämmen. All das verschwindet dann immerwieder im Nebel. Außer einem großen Tausendfüßler sahen wir leider keine Tiere.

Abends ging es dann in die Versammlung. Es ist schon beeindruckend, wenn man mitten im Nirgendwo in einen normalen Königkreichsaal geht, mit Beamer und eine ganz normale Versammlung abgehalten wird. Die ansässige Versammlung hat 60 Verkündiger und 5 Älteste. Nach der Versammlung kamen viele auf uns zu um uns zu begrüßen. Unter anderem auch Morris, dessen Rückbesuch die Frau mit den zwei großen Hunden ist. Hätten wir das mal vorher gewusst 😉

Nach der Versammlung wurden wir noch zum Essen eingeladen. Ich nahm einen Salat mit Palmenherzen, hatte ich auch noch nie gegessen.

Donnerstag fuhren wir dann nochmal zu einem Park, zu dem uns eine Schwester eingeladen hatte. Der Park Ecological Sanctuary war ein Geheimtipp und wenig besucht. Sie haben dort eigene Bananen und Kaffeeplantagen. Die Bananen konnte man probieren und sie waren richtig lecker. Wir waren ja nur zu viert. Die Mädels gingen vor und ich wollte unbedingt Tiere sehen. Also bog ich irgendwann in einen kleinen Pfad ein und ich hoffte, dass vielleicht eine Schlange irgendwo sitzt. Leider fand ich nur ein paar Vögel, doch nach wenigen Minuten wackelte etwas oben in den Bäumen. Kurz darauf entdeckte ich einen Kapuzieneraffen. Da ich mir dachte, dass er sicherlich nicht alleine unterwegs ist, wartete ich noch ein bisschen und bald stand ich mitten unter einer Herde Affen. Ich konnte tolle Aufnahmen machen und man kann sie sogar mit Plantanas (Kochbananen) locken. Nach dem Park ging es zurück nach La Garita.

Freitag war wieder Trolleydienst angesagt und Samstag ging es in der Gruppe ins Suchgebiet. Sonntag war wieder ausruhen angesagt.

 

Ab nach Monteverde

Hallo, nur schnell eine Kurzmeldung: Morgen fahren wir nach Monteverde in den Dschungel. Schon die Anfahrt wird ein Abendteuer. Dadurch wird meine Ereichbarkeit noch einmal verschlechtert, aber mir wird es sicherlich gut gehen, keine Angst. Liebe Grüße, euer Abenteurer :p

Handy kaputt

Leider ist mir heute morgen mein Handy runtergefallen. Die Musik läuft noch, aber das Display geht nicht mehr an. Bitte also nicht traurig sein, wenn ich Whatsapp nicht mehr beantworte.

06

Tag 06: Markt! Jetzt aber wirklich …

Endlich war es soweit: Markt! Wir waren schon relativ früh da, aber es war viel los. Beim Eingang spielten zwei Männer auf einer Marimba (wie ein riesiges Xylophon) und einer der Kunden konnte seine Hüfte nicht stillhalten, sondern musste die Hüfte schwingen. Sehr lustig. Später sind wir mit ihm ins Gespräch gekommen und konnten noch ein Traktat abgeben.

Auf dem Markt herrschte reges Treiben und man kann alles bekommen, was in Costa Rica so wächst. Viele Früchte kannte ich garnicht. Als erstes habe ich mir eine frische Kokosnuss (Pina) gekauft … sehr lecker, das frische Kokoswasser.

Nachdem wir den Kofferraum mit unseren Einkäufen voll geladen haben, ging es ins Gebiet. Zuerst probierten wir einen Rückbesuch, der klappte aber leider nicht. Dann machten wir weiter Suchdienst. Leider verlor ich in der Mittagspause meinen schönen Hut. Anscheinend hatte ich ihn aufs Auto gelegt und dort vergessen, als wir weiter gefahren sind.

05

Tag 05: Markt! Oder auch nicht …

Freitag sind wir zur Abwechslung mal früh aufgestanden 😉 Diesmal aber nicht wegen Dienst, sondern wegen Markt. Die Supermärkte sind eher was für reiche Touristen. Im Walmart zum Beispiel bekommt man alles, aber auch zu immensen Preisen. Fleisch ist sehr teuer und für eine große Flasche Waschmittel kann man schon 20,-€ ausgeben, ein Sixpack Bier kostet ca. 8,20€. Da wird ein Bierbauch zur Investment Anlage :p

In der Dusche stellte ich fest, dass ich einen Gecko außen am Badezimmer Fenster habe … sehr cool!

Leider mussten wir vor Ort feststellen, dass der Markt am Freitag erst um 14:00 anfängt. Also ging es wieder zurück ins Appartment, da wir um 14:00 zum Trolley eingeteilt waren.Diesmal war es nicht so heiß. Der Trolley Dienst war super genial. Eine Interessierte Tica, die in englisch studiert kam vorbei um etwas für einen Freund mitzunehmen. Im lockeren Gespräch fragte ich ob sie vielleicht Deutsche kennt. Sie gab mir Ihre Nummer, weil ihre Nachbarn Deutsch sind und sie mir Ihre Nummer dann geben will. Während des Gespräches hupte ein LKW Fahrer und winkte freundlich mit Daumen hoch, auch ein Bruder. Und noch ein Mann kam vorbei den Jana dann auch noch zwei Zeitschriften geben konnte. Nach dem Gespräch umarmte ich noch die Interessierte, als ein weiterer Bruder grüßen vorbei ging. Während ich in Deutschland manchmal Angst vorm Dienst habe, macht Dienst hier süchtig. Bleibst du zuhause, verpasst du was! Hier lernst du auch immer bereit zu sein, denn ein Traktat geht immer.

Die Sonne geht relativ früh unter, sodass schon früh ein kühler Schatten aufkommt. Gegen 16:30 kamen dann auf einmal rießige Scharren von Finsch-Sittiche um sich einen Schlafplatz zu suchen. Teilweise hat man sich gefühlt wie bei die Vögel und konnte kaum noch sein eigenes Wort verstehen. Sehr beeindruckend ging auch dieser Tag wieder seinem Ende entgegen…

cr04

Tag 04: Erster Treffpunkt & erste Versammlung

Am Donnerstag musste ich früh aufstehen … leider hatte ich mich schon gut an die Zeitumstellung gewöhnt 😀 Wir waren um 8:45 zum Treffpunkt verabredet und auch überpünktlich … selbst schuld 😀 Naja, nochmal zu Starbucks bis alle eintrudeln. Dann haben wir noch Grace & Andy kennengelernt. Andy leitete hier die deutsche Gruppe und den Treffpunkt im Stehen auf dem Parkplatz (Was? Wie? Nicht im Saal? :p). Danach ging es ins Suchgebiet. Andy macht den Dienst sehr locker und hält immer ein unverfängliches Schwätzchen und bekommt so dann dadurch Hinweise auf Deutsche die wir vielleicht besuchen können. Da kann man sich noch einiges abgucken, aber erstmal muss mein Spanisch besser werden.

Nach einem leckeren Kaffee und sehr guten Mittagessen bin ich mit den Mädels nochmal ins Gebiet. Es waren extrem viele Hunde an den Türen. Aber Stephi hat sich selbst dadurch nicht aus der Ruhe bringen lassen. Nach einer Stunde waren wir dann aber auch platt, den die Sonne brannte schon sehr.

Abends ging es dann das erste Mal für mich in die Versammlung. Wir unterstützen hier die deutsche Gruppe, die hier zur Versammlung Central-La Garita, Alajuela gehört. Andy fragte kurz vor der Versammlung ob ich lesen könnte. Ich fragte im Reflex: “Auf Deutsch?” Andy antworte: “Ne, auf Französisch.” So kam ich zu meinem ersten Lesen. Die Versammlung wurde das erste Mal anhand der neuen Arbeitsblätter abgehalten und auf spanisch. Das war mir irgendwie vergessen gegangen, denn ich hatte mich nur in Deutsch vorbereitet. Zum Buchstudium quetschte sich dann die deutsche Gruppe hinten in den kleinen Saal. Ich nahm zwischen Pult und Tür platz. 30 cm vor mir saßen die ersten Zuhörer und zwei Ventilatoren dröhnten während ich hinter mir noch die spanische Versammlung hörte. Da les ich ja am Liebsten 😀 Trotzdem war ich stolz wie Bolle :p Zurück im Hauptsaal wurden wir von der Versammlung herzlich begrüßt. Damit hatte ich garnicht gerechnet.  Sechs waren vor ein paar Wochen gegangen und jetzt waren gerade wieder sechs neue da (Daniel und Anette, Yasemin, Stephi, Jana und ich). Danach haben wir uns noch nett mit den Brudern unterhalten, aber dann ging es relativ direkt in die Federn, war ein langer Tag.